Waldo Etherington

Professioneller Baum-Kletterer. Ja, wirklich.

Wenn es existiert, ist Waldo Etherington wahrscheinlich schon draufgeklettert. Und hat dann einen Haufen Seile für andere heruntergelassen. Felswände. Bäume. Gebäude, Antennenmasten. So ziemlich alles Erdenkliche eigentlich.

Die Berge schwingen zumindest nicht, während man hochklettert.

Große Bäume sehen von unten zwar unbeweglich aus, doch weiter oben fühlt es sich ganz, ganz anders an. Die größten Bäume schwingen teilweise meterweit hin und her, denn dadurch schützen sie sich vor Wind und Sturm. Für Waldo gehört das zum Reiz dazu.

Er ist ein begabter Rigger und hilft Kletterern und TV Crews dabei, die unerreichbarsten Orte der Welt zu erreichen. Auf Bäume zu Klettern ist für die meisten Erwachsenen keine alltägliche Tätigkeit. Waldo hat eine Kunstform daraus gemacht.

Bringt die wildesten Orte ins Wohnzimmer.

Waldo liebt das Klettern um des Kletterns Willen. Aber oft ist es auch sein Job, der er legt die Seile für andere. Sein erster großer Job war für die BBC, für die er auf einer Expedition in Borneo die Kletteroperationen leitete. Seitdem hat Waldo uns allen mit seinen Seilen die Welt zugänglicher gemacht.

Aber auch wenn er nicht arbeitet, ist Waldo eigentlich immer auf irgendeinem Felsen oder Baum. Seine Expedition zum 2.180m hohen Tafelberg Mount Roraima (der als Inspiration für Arthur Conan Doyles „Die verlorene Welt“ und den Disney Film „Up“ gedient hat) ist nur ein Beispiel. Acht Bergsteiger, inklusive Waldo, Anna Taylor, Wilson Cutbirth und Leo Houlding wanderten dafür durch 53km unberührten Dschungel, um am Ziel schließlich eine neue Route an einem 600 Meter hohen, überhängenden Felsen zu erschließen.

“Es ist schwer zu begreifen, wie viel Leben ein Baum unterstützt. Es liegt noch so viel zwischen den Ästen versteckt, von dem wir nichts wissen.“

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